flozi.de.tl
  Werwölfe/ Werwesen
 
Ich interessiere mich für fast alles was von sagen und mythen umgeben wird. Hier also was über Werwölfe:

Die Geschichte:


Es gab einst einen alten griechischen Kult, der alljährlich am Berg Lykäus abgehalten wurde und bei dem das Opfer der Priester auch Menschenfleisch enthalten haben soll.
Nordische Krieger hüllten sich in das Fell der von ihnen erlegten Bären, weil sie glaubten, daß so die Kraft des Tieres auf sie überging. Daher die Bezeichnung "Berserker". Auch die afrikanischen Leopardenmenschen hingen sich Felle um und töteten bis in unsere Zeit zahllose Menschen mit einer dreizackigen Eisenkralle.
Die Römer glaubten ebenfalls, daß ein Mensch sich mit Hilfe von Zaubersprüchen in einen Wolf verwandeln konnte. Dieser Glaube zeigt sich in den Mythen vieler Weltkulturen, wobei jeweils das gefährlichste Tier des Lebensraumes in Verbindung mit Verwandlungen gebracht wird. Tiger, Hyäne, Leopard, Katze, Bär oder eben Wolf.
Für die amerikanischen Indianer ist der "skinwalker" immer noch fester Bestandteil ihrer Riten.
Im Europa des 16. Jahrhunderts war der Werwolfglaube weit verbreitet. Ein Mensch verwandelte sich unter dem Einfluß des Vollmondes in einen Wolf, streifte dann durch die Wälder, fiel Menschen und Vieh an, bis er im Dämmerlicht des anbrechenden Tages wieder zum Menschen wurde.
Im Glauben der damaligen Menschen vermischte sich die Angst vor Werwölfen, Vampiren und der Dunkelheit mit Tieranbetung (Totemismus). Man sagte, daß Werwölfe nach ihrem Tode zu Vampiren wurden. Ihnen wurden Unwetter und Epedemien zur Last gelegt. So, wie die Anklagen wegen Hexerei zunahmen, stieg auch die Anzahl der Anklagen wegen Lykanthropie.
Es gibt verschiedene Arten der Verwandlung. Zum einen könne sich ein Mensch aus eigenen Stücken durch Zaubersprüche, Gürtel oder Salben in einen Wolf verwandeln, zum anderen täte er dies mitunter unfreiwillig durch den Einfluß des Mondes oder durch einen Biß eines anderen Werwolfes. Eine andere Variante wäre die vererbare Lykanthropie.
Verwundete man einen Werwolf, so mußten sich diese Wunden auch am retransformierten menschlichen Körper wiederfinden lassen. Mehr dazu unter der Rubrik "Fälle". In den Tagen der Anklagen glaubte man, daß sich der Werwolf ganz und gar in einen Wolf verwandele, im Gegensatz zu den Hollywood-Filmen. Man ging auch davon aus, daß viele Werwölfe ganz normal aussahen, da sie ihr Fell auf der Innenseite der Haut trugen.
In den schwedischen Sagen trafen sich am Weihnachtsvorabend ganze Rudel von Werwölfen an einer Schloßruine in Courland. War es nur ein kolletkiver Trance-Zustand? Von Werwolf-Schulen ist auch in der slawischen Sagenwelt die Rede.
Die ursprünglich kannibalistischen Riten im alten Griechenland oder Rom wurden durch den Werwolfmythos sozuagen entschärft, da das Essen von Menschenfleisch zunehmend einem Stigmata unterlag. Also geschah das Essen des Menschenfleisches unter Einfluss des Wolfes, diejenigen die das Fleisch aßen, glaubten Werwölfe zu sein.
In Zambesi gab es den Kult der Leopardenmenschen. Auf Java den der Wertiger.

Lykanthropie:


Für die einen ist Lykanthropie die Verwandlung des Menschen in ein Tier, nüchterne Wissenschaftler verstehen unter dieser Bezeichnung eine Form der Geisteskrankheit. Animalische Wahnvorstellungen lassen hin und wieder den strengen Gesetzen und Ordnungen unterworfenen Menschen auf die Stufe unserer Vorfahren zurückfallen. Die Psychologen sprechen hier von Atavismus, halten den Werwolf für ein mythisches Wesen und den Lykanthropen für einen Geisteskranken.
Woher kommt der Begriff "Lykanthropie"?
Aus dem Griechischen leitet man die Worte lykos=Wolf und anthropos= Mensch ab.
Weitere Bezeichnungen: turnskin, turncoat
Russische Bezeichung für den Werwolf: volkodlak
Griechenland: lycanthropos
Frankreich: loup garou
Andere sagen, er kommt von dem legendären König Arkadiens, Lykon. Über den Namen herrscht nun nicht mehr, Dank eines kundigen Besuchers, Uneinigkeit: Lycanon. Er versuchte jedenfalls, Zeus durch einen Trick zum Verspeisen von Menschenfleisch zu bewegen und wurde zur Strafe in einen Wolf verwandelt.

Fälle:


Ein Adliger befand sich 1558 auf der Jagd, als er von einem Wolf angefallen wurde. Im Kampf hieb er ihm eine Pfote ab und steckte sie als Andenken in seinen Rucksack. Auf dem Rückweg machte er bei seinem Nachbarn Rast, holte die Trophäe aus dem Rucksack. Es war eine Frauenhand mit einem goldenen Ring an einem Finger, den der Nachbar als den seiner Ehefrau identifizierte. Er eilte hinauf ins Schlafgemach seiner Frau und fand sie, wie sie gerade versuchte, den blutigen Stumpf ihrer Hand zu verbinden.

Der Fall Garnier:
Die Behörden der französischen Stadt Dôle gaben am 13. September 1573 ihre Einwilligung zu der Jagd auf einen Werwolf, nachdem man viele Kinder tot und teilweise aufgefressen gefunden hatte. Man jagte Gilles Garnier, einen Einsiedler. Zwei Monate später hörten die Dorfbewohner Schreie eines Kindes und das Knurren eines Wolfes. Sie fanden ein schwerverletztes Mädchen und sahen einen großen Wolf davoneilen. Sechs Tage danach verschwand ein 10 Jahre alter Junge. Die aufgebrachten Dorfbewohner überfielen die Hütte des Einsiedlers, warfen ihn und seine Frau ins Gefängnis. Garnier legte 2 Geständnisse ab. Er wurde am 18. Januar 1574 lebendig verbrannt.

Als 1598 Jäger die Wälder um die französische Stadt Angers durchstreiften, fanden sie die zerstückelte Leiche eines Jungen. Sie näherten sich vorsichtig dem Körper und sahen dabei zwei Wölfe im Dickicht verschwinden. Die Jäger folgten ihnen, aber sie fanden keinen Wolf, sondern einen hageren großen Mann mit verwarloster Kleidung, verwilderten Haaren und klauernartigen Fingernägeln, zwischen denen Fleischfetzen hingen. Der Mann war ein Landstreicher namens Jaques Roulet und man stellte ihn in Angers vor Gericht. Dort wurde geprüft, ob er, wie er selber sagte, ein Werwolf, oder ein Lykanthrop, also ein Geisteskranker war. Für die damalige Zeit fiel das Urteil milde aus: 2 Jahre Irrenhaus.

Pierre Gandillon: Er war ein einfacher Landarbeiter, der in den Jurabergen um 1598 lebte. Er wurde beschuldigt, am Hexensabbath in Wolfsform teilzunehmen.

Um 1603 stellte sich der 14 Jahre alte Schafshirte Jean Grenier den Behörden und gab freimütig zu, 50 Kinder ermordet zu haben. Ein Nachbar habe ihn dem "Lord des Waldes" vorgestellt, der ihm eine Salbe und ein Wolfsfell gab. Er brachte den Gerichtssaal zum Lachen. Das Gericht bescheinigte ihm eine niedrige Intelligenz und schickte ihn in ein Kloster, wo er völlig stumpfsinnig wurde.

Zwischen 1520 bis 1630 wurden mehr als dreißigtausend Werwolf-Fälle gemeldet.

Die Bestie von Gévaudan:
Es begann im Jahre 1764. Die meisten Einwohner des Dorfes Gévaudan waren Bauern und Schafshirten und drei Jahre sollte sie die Bestie in Angst und Schrecken versetzen. Das erste Opfer war ein 14jähriges Mädchen, das grausam entstellt wurde. Handelte es sich um einen besonders großen Wolf? Die Bestie griff nur die Schwächsten an. Frauen, Kinder und Männer, die ihre Herde alleine auf die Weide trieben. Die Menschen schlossen sich in ihren Häusern ein und vermieden es, alleine das Vieh zu hüten oder in den Wald zu gehen.
König Ludwig XV entsandte 1765 einen Wolfsjäger in die Gegend, doch die Bestie war klug und kannte sich aus. Sie versteckte sich in Schluchten und schüttelte die Verfolger im Dickicht des Waldes ab. Auf der Flucht vor ihren Häschern zefetzte sie alle, die sich ihr in den Weg stellten.
Als der große Jahrmarkt im Jahre 1765 stattfand, hielt man die Bestie für tot, bis sich am Dorfesrand die Leiche einer Frau fand, deren Kehle durchbissen worden war. Die Kirche sprach vom "Boten des Teufels", der die Menschen für ihre Sünden bestrafte.
Im Herbst hielt das Morden an, im Winter jedoch verschwanden weniger Menschen und man dachte, die Bestie sei ihren Wunden erlegen. Das Morden ging im Frühling erneut los, schlimmer denn je. Am 19. Mai 1767 tötete ein gewisser Jean Chastel die Bestie.

Heute:

Irgend jemand sagte einmal zu mir, daß es viele Realitäten gibt. Jeder Mensch erlebt seine eigene Wirklichkeit. Können wir uns wirklich hinstellen und einen Menschen für geisteskrank erklären, nur weil er einen anderen Glauben hat, nämlich den, ein Werwolf zu sein?
Vielleicht empfindet er sich als Bestie, die hin und wieder ausbricht, wenn ihn die Zivilisation erbarmungslos unterdrückt. Haben wir nicht alle schon einmal darüber nachgedacht? Gerade, wenn uns der Chef mal wieder angeschrien hat, das Finanzamt eine Mahnung schickte, oder der Fahrer auf der Autobahn hinter uns seine Lichthupe benutzte um uns auf die Seite zu scheuchen. Wer hat da nicht gedacht: "Nur ein kleiner Schlenker nach links und ich blase Dich von der Piste!"
Nun, ich frage mich hin und wieder, welche Menschen ehrlicher sind. Solche, die ihrer Wut freien Lauf lassen, oder solche, die stets freundlich einem irgendwann in den Rücken fallen?
Gesetzt dem Falle, es gibt Werwölfe, wie sehe ihr heutiger Lebensraum abseits von Wäldern aus? Gut, Wolfen habe ich auch gesehen und diesen Film kann ich nur empfehlen, aber waren die meisten der Lykanthropie Ankgeklagten nicht Einzelgänger? Wo kann man heute noch seine Individualität ausleben? Sich zurückziehen? Der Schlüssel liegt in der Anpassungsfähigkeit. Heute streifen des nachts Wölfe durch die rumänischen Vorstädte und die Menschen haben keine Furcht. Sie stehen frühmorgens an Bushaltestellen, während ein Wolf auf der anderen Straßenseite entlangläuft, zurück in den Wald, der schon lange nicht mehr zur Nahrungssuche ausreicht. Beide Parteien sehen sich und wissen voneinander.
Vielleicht sind wir auch heute schon so gleichgültig, dass wir außerhalb unseres Arbeitslebens nichts mehr wahrnehmen können und wollen.
Die heutigen Wissenschaftler haben heute ganz andere Lösungsansätze für die Werwolf-Hysterie der Vergangenheit. Sie sind der Meinung, dass in sehr kalten Wintern die Menschen sich von ihrer gelagerten Nahrung ernähren mussten und diese mit Pilzen oder Mutterkorn verseucht waren. Befanden sich also damals ganze Städte und Gemeinden im kollektiven Drogenrausch? Brach die Paranoia aus? Übrigens vermutet man hinter den Hexenprozessen von Salem die gleiche Ursache.




















So ist es es gibt aber noch viele andere Mythen und so. Man sagt zum Beispiel das es nicht nur Werwölfe gibt sondern auch andere Werwesen, je nach kultur der entstehung! Aber das ist ein Tehma von dem es viel gibt und doch nichts!

Hier nochmal eine erklärung für euch!

Das Wort "Werwolf" stammt aus dem Althochdeutschen, einer Sprache, die vor über 1000 Jahren auf dem heutigen deutschen Gebiet gesprochen wurde. "Wer" meint dabei "Mann", "-wolf" heißt "Wolf", wie heute. Also ist ein Werwolf ein "Mannwolf".

Dies bedeutet:
Werwölfe sind ganz normale Leute, die sich aber in jeder Vollmondnacht sowie in der Nacht vor und nach Vollmond in Wölfe verwandeln. Die betroffenen Menschen ahnen nichts von ihrem Doppelleben. Viele von ihnen wundern sich, am Morgen nach ihren wölfischen Exzessen an irgendeiner Stelle aufzuwachen, von der sie wissen, daß sie eben dort nicht zu Bett gegangen sind. In der Regel schieben sie das auf Schlafwandelei.

Während der Vollmondphase sind Werwölfe reißende Bestien, die wahllos jeden anfallen, der ihnen vor die Klauen kommt. Tötet der Werwolf sein Opfer, ist der Betreffende wirklich tot, daran ändert sich nichts. Wird das Opfer allerdings nur verletzt, wird es ebenfalls mit dem Werwolf-Fluch belegt. Wenn es nicht gelingt, den Werwolf bis zum nächsten Vollmond zu töten, verwandelt sich das Opfer auch zu einem Wolf und muss für immer mit dem Fluch leben. Heilung von diesem Fluch bringt nur der Tod.

Ebenso vielfältig wie der Ursprung des Werwolfglaubens sind auch die Gründe und Möglichkeiten der Verwandlung eines Menschen in einen Werwolf (Ältere Schreibweisen: Wehrwolf und Wärwolf).

War es bei Lykaon noch ein Götterfluch, so wurden bald noch weitere Möglichkeiten der Werwolfverwandlung "entdeckt".

So soll ein Ring aus Menschenhaut (vorzugsweise der Haut eines Ermordeten oder Selbstmörders), durch den man dreimal kriechen muss, die Verwandlung ermöglichen. Bei der Rückverwandlung muss man wiederum dreimal durch den Ring kriechen. Eine weitere Möglichkeit bietet ein "verzauberter Gürtel" den man anlegen muss oder ein Tierfell.

In dem Eifeldorf Dahlem, berichtet eine Chronik, legte sich ein Hochzeitsgast einen Gürtel um, den er im Hause des Bräutigams zufälligerweise fand, und von dessen Zauberkraft er nichts ahnte. Sofort wurde er zum Wolf und sprang aus dem Fenster. Im Wald fiel er einen Holzfäller an, und dieser versetzte ihm einen Hieb mit der Axt, der den Gürtel traf und den Zauber löste. Der Mann erzählte nachher, er habe durch den Gürtel einen solchen Heisshunger bekommen, dass er alles hätte zerreissen mögen.

Bei einer Verwundung bzw. durch den Tod wird ein Werwolf sofort zur Rückverwandlung gezwungen oder doch später dadurch erkannt. Durch den Tod wird der Zauber auf jeden Fall gebrochen. Der Verwandelte kann auch vorzeitig aus seinem Werwolf-Zustand befreit werden, etwa wenn man seinen Namen nennt oder ihm aus Mitleid einen Bissen Essen schenkt.

undefined

Besonders in skandinavischen Ländern glaubt man an eine Verwandlung durch bestimmte Umstände bei der Geburt:
Wenn eine schwangere Frau etwa durch eine Fohleneihülle kriecht, wird sie ohne Schmerzen gebähren, jedoch wird das Kind, wenn es erwachsen ist, fast jede Nacht zum Werwolf werden und schwangere Frauen überfallen.

Das Ob und Wie der Werwolf-Verwandlung war besonders im späten Mittelalter Gegenstand von lebhaften Diskussionen. Alle Gelehrten gingen davon aus, das eine vollständige Verwandlung in ein Tier, die auch die Seele umfasst, nicht stattfinden kann. Nur der Körper konnte verwandelt werden.

Zu unterscheiden sind substantielle und bloss eingebildete, scheinbare Verwandlungen.

Wahrscheinlicher war für die mittelalterlichen Autoren die lediglich scheinbare Verwandlung, für die sie den Teufel verantwortlich machten. Auch sie kann für andere Menschen sichtbar sein:
Der Teufel täuscht sie nämlich, indem er sie in einem Lykantrophen einen Wolf sehen lässt, obwohl dieser seine Menschengestalt gar nicht aufgegeben hat; oder der Teufel wirft einem Menschen ein Wolfsfell um oder umhüllt ihn mit einer Wolfsgestalt aus verdichteter Luft. Auch die Möglichkeit, das der Teufel jemanden einschläfert und dann selbst in Wolfsgestalt die Taten begeht, die der Schlafende nur träumt, wurde diskutiert.

In vielen Geständnissen angeklagter "Werwölfe" ist auch von einer Salbe die Rede, welche sie vom Teufel für ihre Verwandlungen bekommen haben, und in vielen Fällen waren die Werwölfe Menschen, die sich Wolfsfelle überhängten und mit Hilfe von magischen und narkotischen Mitteln die Rolle des reissenden Wolfs tatsächlich erfüllten.

Die Vernichtung eines Werwolfs setzt Waffen aus Silber voraus. Die einfachste Möglichkeit ist, den Werwolf mit einem Stilettstich ins Herz zu vernichten. Da aber viele, insbesondere Werwolf-Jäger, einen Nahkampf mit einem Werwolf scheuen, setzen sie Silberkugeln ein, von denen aber zumindest drei direkt treffen müssen, es sei denn, ein Schuss zerfetzt das Herz des Tiers.



undefined
 
  Heute waren schon 6 Besucher (17 Hits) hier!